Frischluft-Wärmetauscher sind ein geldsparender Beitrag durch Senkung der Heizkosten.

Die ITG-Studie Schulze/Darup 2022 berechnete für alle Hausbauformen vom Passiv-Haus über EH 40 Haus und normalem Haus den Einfluss auf die Heizleistung einer Wärmepumpe durch ventilatorgestützte Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung (WRG).
Lüftungssysteme mit WRG entlasten die Heizleistung einer Wärmepumpe um bis zu 50% im Passiv-Haus und bis zu 21% bei einem normalen Nicht-EH-Haus.
Noch höher fällt die Einsparung der Heizleistung in der kalten Jahreszeit aus, wenn die Systeme am effektivsten arbeiten. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass ventilatorgestütze Wohnraumlüftung mit Wärmerückgewinnung durch seine Effizienz eine Schlüsseltechnologie für die Wärmewende in Neubau und Sanierung ist.
Und neben der der Heizkostenersparnis bietet sie auch den Komfort der angenehm temperierten Frischluftzufuhr und der Feuchteabfuhr - zugunsten von Gesundheit und Gebäudeschutz und gegen die Bildung von Feuchteschimmel.

Vergleich der Heizlast von Berechnungen nach DIN EN 12831 und Passivhaus-Projektierung (PHPP) sowie der durchschnittlichen Leistung im Januar am Beispiel eines Mehrfamilienhauses mit 1200 m² Wohnfläche und 18 Wohneinheiten (Quelle: Schulze Darup 2022)

Vergleich Fensterlüftung und ventilatorgestützte Lüftung mit Wärmerückgewinnung


  Fensterlüftung Ventilatorgestützte Lüftung mit Wärmerückgewinnung
Funktion und Wirksamkeit Abhängig von Witterung und Lüftungsverhalten Kontinuierliche und bedarfsgerechte Lüftung
Abführen von Schadstoffen Nur gesichert bei regelmäßiger Querlüftung ca. alle zwei Stunden Regelmäßiges Abführen der Schadstoffe
Luftfeuchtigkeit & Schimmelrisiko Abhängig vom Lüftungsverhalten; falsches Lüften & Baumängel führen zu Schimmelpilzbildung Bereits durch eine Grundlüftung ist die Vermeidung von Schimmel durch den regelmäßigen Luftaustausch zu erzielen
Mögliche Bauschäden durch Feuchtigkeit Feuchteschäden sind bei vielen unsanierten und schlecht sanierten Gebäuden zu beobachten Keine Bauschäden durch Feuchtigkeit; nur bei deutlichen bauphysikalischen Mängeln; Lüftungstechnik zur Schadensbehebung möglich
Zeitaufwand für das Lüften Ca. alle zwei Stunden Querlüftung für 5 bis 10 Minuten (eigentlich auch nachts) Kein Zeitaufwand
Zugluft Zugluft nur während des Lüftens Keine Zugluft im Aufenthaltsbereich, wenn die Anlage richtig geplant ist 
Gerüche Beim Heimkommen oftmals Geruchsbelastungen wahrnehmbar, die zunächst fortgelüftet werden müssen Frische Luft beim Heimkommen; zusätzliche Lüftung beim Kochen oder anderen geruchsintensiven Tätigkeiten
Wärme und Temperaturverteilung im Raum Abkühlung durch das Lüften; die Temperaturverteilung im Raum ist vom Wärmeschutz des Gebäudes abhängig Gleichmäßige Verteilung der Wärme in den Räumen, wenn die Bauphysik in Ordnung ist
Schallschutz Außenlärmbelastung während des Stoßlüftens, vor allem aber bei Kipplüftung, wenn das Gebäude lärmexponiert steht ständiger Schallschutz gegen Außenlärm; hochwertige Anlagen arbeiten sehr leise mit Schalldruckpegeln ab 25dB(A)
Einbruchrisiko Kein Einbruchschutz bei Kipplüftung; keine Lüftung, wenn Bewohner unterwegs Einbruchschutz bleibt auch beim Lüften erhalten
Pollen und Insekten Beim Lüften gelangen Pollen und Insekten in die  Wohnräume; Staubbelastung der Wohnräume eher hoch Durch hochwertige F7/F8-Filter können Pollen und Staub zu großen Teilen ausgefiltert werden; Insekten bleiben außen
Komfort Fensterlüftung erfordert Sachverstand und ständige Maßnahmen der Bewohner, um gute Raumluftqualität zu erzielen Behaglichkeit ohne gesonderten Aufwand in Verbindung mit hohem Komfort hinsichtlich zahlreicher Aspekte
Energieeffizienz und Wärmerückgewinnung Fortlüften der warmen Raumluft und Auskühlung der Räume; Lüftungswärmeverluste ca. 40 kWh/(m²a) Bis über 90 % Wärmerückgewinnung aus der Abluft; Lüftungswärmeverluste guter Anlagen ca. 5 kWh/(m²a)
Energie- & Wartungskosten 100 m²-Wohnung: etwa 300 € erhöhte Heizkosten pro Jahr im Vergleich zur Komfortlüftung (Stand 2020) Dagegen stehen ca. 70 € Stromkosten zzgl. gut 60 € Wartungskosten, davon 50 % für erhöhten Komfort (Stand 2020)

(Quelle: Schulze Darup 2020)